Köppen, Edlef

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Edlef Köppen (1893-1939)

Geboren am 1. März 1893 in Genthin. Am 21. März 1913 Reifeprüfung in Potsdam, danach Studium der Germanistik in Kiel und München. 1914 Meldung als Kriegsfreiwilliger; mehrfach verwundet. 1915 erscheint erstmals ein Gedicht in der Zeitschrift Die Aktion. Zunehmender Zweifel am Krieg; Hinwendung zum Pazifismus. Im Herbst 1918 Gehorsamsverweigerung; psychiatrische Einweisung; Entlassung aus dem Heer. Veröffentlichungen u. a. in den Zeitschriften Der Freihafen, Menschen, Die Rote Erde und Kündung. Ab dem Sommersemester 1919 Fortsetzung des Studiums in München; Abbruch von Promotion und Studium. Ab Ende 1920 "Hersteller" im Verlag Gustav Kiepenheuer, dann bis Ende 1923 im Berliner Verlag Trowitzsch & Sohn. 1923 Gründung des kurzlebigen Hadern Verlags. Veröffentlichungen von Gedichten, Erzählungen, Essays, Rezensionen bspw. in Die Dichtung, Die Horen, Die neue Bücherschau, Die schöne Literatur, Die literarische Welt und Berliner Lokal-Anzeiger. Ab 1924 Mitarbeiter in der Berliner Funk-Stunde. 1930 erscheint sein Roman Heeresbericht, der 1933 verboten, 1935 beschlagnahmt und eingezogen wird. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 Entlassung. Ab 1934 bei der Aafa-Film A. G., dann bei der Tobis Europa-Film A. G. Veröffentlichungsverbot; wenige Publikationen unter dem Pseudonym "Joachim Felde". Am 31. Dezember 1938 werden Heeresbericht und andere Werke in die "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums" aufgenommen. Am 21. Februar 1939 verstirbt Edlef Köppen in der Heilstätte Seltersberg bei Gießen an den Folgen einer Lungen- und Kehlkopftuberkulose.

(Übernommen mit freundlicher Genehmigung von Poesie schmeckt gut e.V. Jena Versensporn, Jena.)


Joachim Edlef Köppen (* 1. März 1893 in Genthin; † 21. Februar 1939 in Gießen) war ein deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur. https://de.wikipedia.org/wiki/Edlef_Köppen