Kosegarten, Ludwig Gotthard: Unterschied zwischen den Versionen

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== Ludwig Gotthard Kosegarten ==


Ludwig Gotthard Kosegarten (auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Theobul etc.; * 1. Februar 1758 in Grevesmühlen; † 26. Oktober 1818 in Greifswald) war ein deutscher evangelischer Theologe, Pastor, Dichter und Hochschullehrer.


Er war ein Sohn des Pastors Bernhard Christian Kosegarten aus dessen erster Ehe mit Sophie Johanna Buttstädt. Sein älterer Bruder war Johann Joachim Kosegarten; seine Halbbrüder Christian und Friedrich Franz Kosegarten entstammten der zweiten Ehe des Vaters. 1786 heiratete er Katharina Linde. Ihr Sohn Johann Gottfried Ludwig Kosegarten wurde als Orientalist und Sprachwissenschaftler bekannt.
= Kosegarten, Ludwig Gotthard (Theobul) =




== Wikipedia ==
Geburtsjahr 1758


Ludwig Gotthard Kosegarten; auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Ludwig Theobul Kosegarten u. a.m. (* 1. Februar 1758 in Grevesmühlen; † 26. Oktober 1818 in Greifswald) war Pfarrer der Kirche Altenkirchen auf Rügen, später Professor an der Universität Greifswald. Er hat sich auch als Dichter einen Namen gemacht. (...) Ab 1775 studierte er an der Universität Greifswald Theologie. Wegen Geldmangels nahm er nach 1777 wechselnde Anstellungen als Hauslehrer auf Rügen und in Mecklenburg an. Im Juli 1781 legte er das Examen mit Beifall ab. Im Sommer 1785 wurde er Rektor der Knabenschule in Wolgast; zu seinen Schülern gehörte hier auch der spätere Maler Philipp Otto Runge. (...) 1786 heiratete Kosegarten Katharina Linde in Greifswald. 1793 erwarb er an der Universität Rostock den theologischen Doktorgrad.
geboren in Grevesmühlen


Nach seiner Ordination 1792 in Greifswald erhielt er die Pfarrstelle in der Pfarrkirche Altenkirchen auf Rügen. In dieser Funktion hielt er die berühmten Uferpredigten auf den Klippen bei Vitt. (...) 1808 wurde Kosegarten auf eigene Bitte als außerordentlicher Geschichtsprofessor an die Universität Greifswald berufen. 1811, 1814 und 1816 war er Dekan der philosophischen Fakultät. Seine Pfarrstelle in Altenkirchen behielt er bis 1816, ließ sich dort aber durch seinen Schwiegersohn Hermann Baier vertreten, der dann 1816 sein Nachfolger wurde. 1816 wurde er an der Universität Greifswald 3. Professor der Theologie und Pastor an der Jakobikirche. Seit 1815 hielt er gelegentlich Vorlesungen über die Geschichte Pommerns. Er war zweimal Rektor der Universität.
Todesjahr 1818


Ludwig Gotthard Kosegarten starb am 26. Oktober 1818 morgens um vier Uhr in seinem Haus in der Domstraße 9 in Greifswald. Seinem Wunsch entsprechend wurde er auf dem Friedhof zu Altenkirchen begraben. (...)
gestorben in Greifswald


=== Namensformen ===
(Ps.: Tellow) Schule Grevesmühlen, 1775 Stud. theol. Greifswald
(...) Getauft wurde der spätere Dichter laut Beurkundung von der Hand des Vaters im Kirchenbuch Grevesmühlen auf den Namen „Gotthard Ludewig Kosegarten“. Im Kirchenbuch nachgetragen wurde später „Theobul“ als Kosegartens griechische Übersetzung seines Vornamens Gotthard, welche er als „Dichtername“ zeitweilig selbst benutzte, wegen eines Übersetzungsfehlers zuletzt aber ablehnte. In den letzten Lebensjahren zeichnete der Dichter gewöhnlich als „Ludwig Gotthard Kosegarten“. (...)
(Abbruch aus finanziellen Gründen 1777, Examen 1781); Hauslehrer in
https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Gotthard_Kosegarten
Mecklenburg, Bergen (1777/78), Götemitz u. Boldevitz auf Rügen;
Rektor Stadtschule Wolgast (Lehrer Runges), 1792 Propst in
Altenkirchen (Rügen): Geschichtsprofessor u. Pastor in Greifswald;
Rügener Dichterkreis; Uferpredigten in Vitt/ Rügen; begraben in
Altenkirchen

http://www-irm.mathematik.hu-berlin.de/~teschke/kosega.htm
(Aus: Kosegarten, "Briefe eines Schiffbrüchigen")


Johann Gottfried Ludwig Kosegarten (* 10. September 1792 in Altenkirchen (Rügen); † 18. August 1860 in Greifswald) war ein deutscher Orientalist und Sprachwissenschaftler. https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Kosegarten_(Orientalist)


== Meyers 1907 ==

Kosegarten 2) Johann Gottfried Ludwig, Orientalist, Sprachforscher und Historiker, Sohn des vorigen, geb. 10. Sept. 1792 in Altenkirchen auf Rügen, gest. 18. Aug. 1860 in Greifswald, studierte erst in Greifswald Theologie und Philosophie, dann von 1812–14 zu Paris orientalische Sprachen und ward 1815 Adjunkt der theologischen und philosophischen Fakultät in Greifswald. Seine ersten Veröffentlichungen sind: »Carminum orientalium Triga« (Strals. 1815) und eine Ausgabe der alten pommerschen Chronik von Kantzow (Greifsw. 1816–17, 2 Bde.), welchem Werk er später »Pommersche und rügische Geschichtsdenkmäler« (Bd. 1, das. 1834) und den »Codex Pomeraniae diplomaticus« (Bd. 1, das. 1843–62, mit Hasselbach) folgen ließ. 1817 als Professor der orientalischen Sprachen nach Jena berufen, publizierte er die »Moallaka« des arabischen Dichters Amr ibn Kulthûm (mit lat. Übersetzung, Jena 1819), die persische Märchensammlung »Tûtî nâméh« in deutscher Bearbeitung (in Verbindung mit Iken, Stuttg. 1822), seine noch immer wertvolle »Chrestomathia arabica« (Leipz. 1828) u. a. 1824 nach Greifswald zurückberufen, begann er die unvollendet gebliebenen Ausgaben des Tabari: »Taberistanensis annales« (arab., mit lat. Übersetzung; Bd. 1–3, Greifsw. 1831–53), der arabischen Liedersammlung »Kitâb al-aghâni« (Bd. 1, das. 1840; s. Aghâni), der indischen Fabelsammlung »Pantschatantra« (Teil 1, Bonn 1848; Teil 2, Lief. 1, Greifsw. 1859) und des arabischen Diwans »The Hudsailian poems« (Bd. 1, Greifsw. u. Lond. 1854). Unvollendet sind auch seine arabische Grammatik (Leipz. o. J.) und sein »Wörterbuch der niederdeutschen Sprache« (Bd. 1, Greifsw. 1856–60) geblieben. K. schrieb ferner eine »Geschichte der Universität [524] Greifswald« (Greifsw. 1856–57, 2 Bde.) und eine pietätvolle Biographie seines Vaters (das. 1826) etc.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 524-525.
Permalink:
http://www.zeno.org/nid/20006933696


== Pierer 1860 ==

Kosegarten 2) Hans Gottfried Ludwig, Sohn des Vor., geb. 10. Sept. 1792 in Altenkirchen auf Rügen, ging 1811 nach Paris, wo er die Orientalischen Sprachen studirte, wurde 1815 Adjunct der Theologischen u. Philosophischen Facultät in Greifswald, 1817 Professor der Orientalischen Sprachen in Jena u. 1824 in Greifswald; er schr.: De Mohammede Ebn Batuta ejusque itineribus, Jena 1818; gab heraus: Amru Ben Kelthums Moallaka, Jena 1820; Libri Coronae legis etc., ebd. 1824; Über den ägyptischen Text eines Papyrus etc., Greifsw. 1824; De prisca Aegyptiorum literatura, Weim. 1828; Chrestomathia arab., Lpz. 1828; übersetzte das indische Gedicht Nala, Jena 1820; das persische Tuti Nameh, Stuttg. 1822; übersetzte u. gab heraus: Taberi's Annales regum atque legatorum dei, arab. u. lat., Greifsw. 1831–38, 2 Bde.; Ali von Isfahan, Liber cantilenarum magnus etc., arab. u. lat., ebd. 1840; Kitâb al Aghâni, ebd. 1840 ff., u. Pantschatantra, Bonn 1848; Kantzows Pomerania, Greifsw. 1816–17; Pommersche u. Rügische Geschichtsdenkmäler, Greifsw. 1834; Codex Pomeraniae diplomaticus, ebd. 1843–54; Wörterbuch der Niederdeutschen Sprache, ebd. 1855 ff.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 738.
Permalink:
http://www.zeno.org/nid/20010268790

Aktuelle Version vom 11. Mai 2026, 01:33 Uhr


Ludwig Gotthard Kosegarten

Ludwig Gotthard Kosegarten (auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Theobul etc.; * 1. Februar 1758 in Grevesmühlen; † 26. Oktober 1818 in Greifswald) war ein deutscher evangelischer Theologe, Pastor, Dichter und Hochschullehrer.

Er war ein Sohn des Pastors Bernhard Christian Kosegarten aus dessen erster Ehe mit Sophie Johanna Buttstädt. Sein älterer Bruder war Johann Joachim Kosegarten; seine Halbbrüder Christian und Friedrich Franz Kosegarten entstammten der zweiten Ehe des Vaters. 1786 heiratete er Katharina Linde. Ihr Sohn Johann Gottfried Ludwig Kosegarten wurde als Orientalist und Sprachwissenschaftler bekannt.


Wikipedia

Ludwig Gotthard Kosegarten; auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Ludwig Theobul Kosegarten u. a.m. (* 1. Februar 1758 in Grevesmühlen; † 26. Oktober 1818 in Greifswald) war Pfarrer der Kirche Altenkirchen auf Rügen, später Professor an der Universität Greifswald. Er hat sich auch als Dichter einen Namen gemacht. (...) Ab 1775 studierte er an der Universität Greifswald Theologie. Wegen Geldmangels nahm er nach 1777 wechselnde Anstellungen als Hauslehrer auf Rügen und in Mecklenburg an. Im Juli 1781 legte er das Examen mit Beifall ab. Im Sommer 1785 wurde er Rektor der Knabenschule in Wolgast; zu seinen Schülern gehörte hier auch der spätere Maler Philipp Otto Runge. (...) 1786 heiratete Kosegarten Katharina Linde in Greifswald. 1793 erwarb er an der Universität Rostock den theologischen Doktorgrad.

Nach seiner Ordination 1792 in Greifswald erhielt er die Pfarrstelle in der Pfarrkirche Altenkirchen auf Rügen. In dieser Funktion hielt er die berühmten Uferpredigten auf den Klippen bei Vitt. (...) 1808 wurde Kosegarten auf eigene Bitte als außerordentlicher Geschichtsprofessor an die Universität Greifswald berufen. 1811, 1814 und 1816 war er Dekan der philosophischen Fakultät. Seine Pfarrstelle in Altenkirchen behielt er bis 1816, ließ sich dort aber durch seinen Schwiegersohn Hermann Baier vertreten, der dann 1816 sein Nachfolger wurde. 1816 wurde er an der Universität Greifswald 3. Professor der Theologie und Pastor an der Jakobikirche. Seit 1815 hielt er gelegentlich Vorlesungen über die Geschichte Pommerns. Er war zweimal Rektor der Universität.

Ludwig Gotthard Kosegarten starb am 26. Oktober 1818 morgens um vier Uhr in seinem Haus in der Domstraße 9 in Greifswald. Seinem Wunsch entsprechend wurde er auf dem Friedhof zu Altenkirchen begraben. (...)

Namensformen

(...) Getauft wurde der spätere Dichter laut Beurkundung von der Hand des Vaters im Kirchenbuch Grevesmühlen auf den Namen „Gotthard Ludewig Kosegarten“. Im Kirchenbuch nachgetragen wurde später „Theobul“ als Kosegartens griechische Übersetzung seines Vornamens Gotthard, welche er als „Dichtername“ zeitweilig selbst benutzte, wegen eines Übersetzungsfehlers zuletzt aber ablehnte. In den letzten Lebensjahren zeichnete der Dichter gewöhnlich als „Ludwig Gotthard Kosegarten“. (...) https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Gotthard_Kosegarten